Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuche es später noch einmal.
PaulCamper
944 EUR17 Nächte4 min
zurück zur Übersicht

Der Süden Schwedens mit Camper Chili

Zu zweit fuhren Steffi und Jens mit Camper „Chili“ rund 3000 km in 2 Wochen durch Süd-Schweden.

Nachdem wir uns im Frühjahr für eine Reise durch den Süden Schwedens entschieden hatten, stellte sich natürlich auch schnell die Frage, nach der Art des Reisens. Da wir Wandern, Baden, Grillen, Stadt und Land sehen und dabei vor allem vieles auch mit dem Fahrrad erkunden wollten, fiel die Wahl schnell auf einen Campingbus. Bei der Suche sind wir schnell bei PaulCamper gelandet und haben dort mit etwas Glück noch den passenden Camper für den gewünschten Zeitraum gefunden. Chili. Ein Traum in Rot. Die Eigentümer Heike und Donald haben Ihn gut ausgebaut, man kann sogar ein richtiges Bett ausklappen um bequem zu schlafen und hat trotzdem viel Platz zum Verstauen und Sitzen. Gas und Grill sowie Reiseausstattung inklusive.

Unsere Reise begann Freitagabends in Berlin und führte uns mit Alex Clare „Up all night“ nach einer kurzen Nachtruhe vor der Fähre, die 7:45Uhr ablegte, direkt über Rügen/Saßnitz nach Trelleborg. Vorbei an den malerischen Kreidefelsen hatten wir bei schönstem Sommerwetter einen Superstart in den Urlaub. Pünktlich um 12 Uhr legte die Fähre im Hafen von Trelleborg an und wir rollten unserem Schwedenabenteuer gespannt, aber auch schon total entspannt, entgegen. Die Palmen am Hafen von Trelleborg passten zum Sonnenschein und strahlend blauem Himmel.

Unser Weg führte uns an der Küstenstraße Nr. 9 entlang, das erste Ziel lautete Ystad. Nach einem kurzen Stopp an einem der zahllosen Sandstrände erkundeten wir die Stadt mit dem Rad und fingen bei unserem ersten Fika (= Schwedisch für Kaffeepause) in einem kleinen, ganz zauberhaften Cafe schon mal etwas Schwedenzauber ein. Weiter ging es entlang der schwedischen Südküste nach Kåseberga, mit der Schiffsteinsetzung Ales stenar. Danach das erste Quartier in Löderups Strandbad Camping in der zweiten Reihe zum Meer. Nun konnten wir das ganze Equipment zum ersten Mal testen. Auf dem Gaskocher gab es Reispfanne und wir genießen die Abendstimmung in den gemütlichen Campingstühlen mit einem deutschen Bierchen.

In Bromölla haben wir eine schöne Radtour um die Stadt gemacht, ca. 24 km auf guten Wegen und bei bestem Wetter ( 30°!), da werden selbst kleine Berge plötzlich zu großen Steigungen.

Unsere Reise führte uns weiter nordwärts über Karlskrona mit Übernachtung direkt am Yachthafen, Kalmar mit Burgbesichtung auf das schöne Öland. Dort verbringen wir zwei Tage am Strand und unternehmen wieder tolle Ausflüge mit dem Rad. Inzwischen haben wir uns mit Chili schon gut vertraut gemacht, jeder Handgriff sitzt und der Joghurt mit frischen Heidelbeeren schmeckt besonders gut aus Chilis eingebautem Minikühlschrank, der aber ein echtes Raumwunder ist.

Von Öland ging es weiter Richtung „Glasreich“ mit Besuch einer Glasbläserei, weiter ins Landesinnere. Visingö im Vätternsee, ist ein echter (Geheim)Tipp. Dort verbringen wir wildromantisch eine Nacht direkt an einer kleinen Bucht. Nur wir beiden, unser treuer Begleiter Chili und ein sagenhafter Sonnenuntergang.

Zur Halbzeit unserer Reise besuchen wir übers Wochenende eine Freundin in Stockholm. Da das Wetter weiterhin traumhaft war, fanden die meisten Aktivitäten auf oder im Wasser statt. Chili kann sich ein paar Tage ausruhen und wir gingen mitten in Stockholm schwimmen und Kajak fahren.

Von Stockholm aus fuhren wir weiter Richtung Westen. Nächster Halt Kinnekulle Camping am Vänern See. Ein sehr empfehlenswerter, etwas versteckter Platz, mit moderner Ausstattung und trotzdem ganz idyllisch im Grünen gelegen. Dort kann man auch 46 km auf dem Kinnekulle Leden wandern. Leider regnete es am nächsten Tag ununterbrochen, so dass unsere geplante Wanderung buchstäblich ins Wasser fiel. Wir fuhren weiter Richtung westliche Schärenküste, mit einem Abstecher über Läckö Slott. Am Abend entschädigte unsein toller Sonnenuntergang für einen der wenigen Regentage. Am nächsten Morgen erkundeten wir Kungsham und die westlichen Schären Inseln. Die winzig kleine Insel Hamburgö, mit einem kleinen versteckten Badestrand, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Und auf dem Rückweg unbedingt ein Eis bei Pipers Glasfabrik essen! Unser nächster Stop -Fjällbacka – war dagegen schon fast zu touristisch, aber der Aufstieg auf den Vetteberg, der unmittelbar hinter den Häusern fast senkrecht aufragt, lohnt sich. Die Aussicht auf die unzähligen Segelboote und die einmalige Landschaft von Bohuslän ist unbeschreiblich schön. Durch den Vetteberg verläuft die Kluft Kungsklyfta. Dort wurden bei der Teile des Films Ronja Räubertochter gedreht wurden.

Weiter geht’s an der Westküste mit Fahrrichtung Süden. Chili rollte und rollte bis wir Tjörn erreicht haben. Hier verbringen wir noch mal zwei sonnige Tage mit Fahrradtouren und Kajakauflug.