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PaulCamper
1386 EUR21 Nächte2 min
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Norwegen entdecken im Dirty Harry-Style

Ende Juli, Anfang August waren wir zu zweit mit dem knallroten Volkswagen T4 "Dirty Harry" 2 1/2 Wochen auf großer Norwegen Reise unterwegs. Nachdem wir den Camper vorab schon besichtigt hatten, war das Abholen bei Caros Mutter schnell erledigt. - An dieser Stelle vielen Dank noch mal für die nette Betreuung.

Der Innenraum des Campers bot genügend Platz für uns, sodass wir uns beim Packen zu Hause kurzerhand dazu entschieden die Heckbox in der Garage zu lassen. Dank der guten Motorisierung (102 PS) war die Fahrt nach Kiel zügig erledigt und wir checkten entspannt auf der Fähre nach Oslo ein. Schon an der ersten Raststätte stellten wir fest, dass man mit dem roten Bus, den getönten Scheiben und vor allem dem "S-EXy" Kennzeichen nicht wirklich unauffällig reist. Von kichernden Schulklassen, Handyfotografen und kopfschüttelnden Damen, bis hin zu süffisanten Blicken an der Ampel war alles geboten.

Nach 20 Stunden an Board mit Kreuzfahrtfeeling und toller Aussicht in die Kieler Bucht und den Oslo Fjord konnten wir am nächsten Morgen ausgeschlafen unsere erste Etappe antreten. Die kompakte Masse von Harry half auch die Urlaubskasse zu schonen. Sowohl für die erste Überfahrt, als auf allen kleinen Fähren in Norwegen zahlten wir nur den PKW-Preis. Auch beim Dieselverbrauch zeigte sich Harry wenig durstig.

Wir kannten Oslo schon von einer früheren Norwegen Reise, deshalb machten wir uns gleich auf den Weg nach Gol. Auf dem Campingplatz montierten wir dort zum ersten Mal, in nur wenigen Minuten das großzügige Vorzelt. Leider hat es fast jeden Tag ein bisschen geregnet, so lernten wir das trockene Plätzchen vor der Tür sehr zu schätzen.

Durch den Jotunheimen Nationalpark mit seinen Hochebenen ging es weiter nach Lom, wo wir die Stabkirche besichtigten.

Die Straßen in Norwegen sind schmal und meist auf 70 oder 80 km/h beschränkt. Alle Kurven und das ständige Auf und Ab hat der alte Herr bravourös gemeistert. Nur beim Anlassen brauchte er ab und zu etwas Streicheleinheiten, wenn das Zündschloss zickte. Für schwache Mägen - das Gekurve wird immer wieder durch tolle Blicke auf Gletscher, Wasserfälle und Fjorde entschädigt.

Nach einem Besuch auf dem Jostedalbreen Gletscher ging es dann über den Sognefjord zurück Richtung Süden und zurück ans Meer. Haugesund, Stavanger und schließlich der berühmte Preikestolen lagen auf unserem Weg.

Wir vollendeten unsere Umrundung von Südnorwegen auf der Küstenstraße über Kristiansand und Larvik zurück nach Oslo. Die Strecke verläuft über eine Autobahn, auf der man zügig vorankommt (110 km/h). So gelangt man sehr schnell zu kleinen Küstenstädtchen wie Tonsberg, die kaum Touristen besuchen. Im August ist es in Norwegen schon sehr ruhig, in der zweiten Monatshälfte schließen schon die ersten Campingplätze und Touristenattraktionen.