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Achtung Sturm! – Das tust du im Wohnmobil

Sturm und Gewitter faszinieren und beängstigen uns oft zugleich. Beim Campen erleben wir die mächtigen Naturgewalten hautnah während wir trocken in unseren Wohnmobilen und Wohnwagen sitzen. Wir geben dir wichtige Tipps, damit du mit deinem Camper auch wirklich sicher durch den Sturm kommst.

Der Regen prasselt rhythmisch ans Fenster, Baumkronen biegen sich im Wind und am Himmel donnern zuckende Blitze. Die Welt sieht aus, als ginge sie gleich unter. Und doch gibt nichts Gemütlicheres, als bei Sturm und Gewitter im Wohnmobil zu sitzen und sich das faszinierende Naturschauspiel anzuschauen.

Unwetter: Ein faszinierendes Naturschauspiel

Bringt der tosende Wind den Camper allerdings zum Schwanken und donnert es plötzlich direkt über dem eigenen Dach, wird selbst hartgesottenen Campingprofis wie uns etwas mulmig. Angst musst du trotzdem nicht haben, mit den richtigen Vorkehrungen bleiben du und dein Wohnmobil auch bei Unwetter gut geschützt.

Wohnmobil fahren bei Unwetter

Wohnmobile, Wohnwagen und selbst Campingbusse geraten bei starken Böen auf der Autobahn ins Wanken. Insbesondere bei Alkoven, teilintegrierten oder vollintegrierten Wohnmobilen liegt der Schwerpunkt recht weit oben. Hubbetten und Hängeschränke tragen dazu bei, den Hebeleffekt zu verstärken. Bei stürmischem Wetter besteht die Gefahr, dass der Wind dein Wohnmobil während der Fahrt einfach umschubst. Bei starken Böen solltest du es darum mit einem größeren Radius und notfalls etwas langsamer um die Kurve fahren. Bei orkanartigen Winden solltest du den Camper am besten stehen lassen.

Besonders vorsichtig solltest du an Tunnelausfahrten, Brücken, Waldschneisen und beim Überholen größerer Fahrzeuge fahren. An solchen Stellen gibt es oft stärkere Seitenwinde.

Defensives Fahren bei Regen und Wind bringt dich sicher ans Ziel

Sichere Fahrweise

Es kommt noch immer häufig zu Unfällen bei Unwetter. Darum gilt: Generell solltest du bei extremen Witterungsbedingungen defensiv und langsamer fahren. Starkregen und Gewitter schränken deine Sicht oft stark ein und erhöhen das Unfallrisiko.

Fährst du mit einem größeren Wohnmobil oder einem Wohnwagengespann kannst du außerdem besser reagieren und gegenlenken, wenn der Wind deinen Camper von der Seite trifft. Auch auf überraschende Manöver anderer Verkehrsteilnehmer kannst du mit einer defensiven Fahrweise schneller reagieren. In jedem Fall ist es wichtig, dass du bei schlechten Witterungsbedingungen keine Vollbremsung hinlegst oder das Lenkrad verreißt.

Für festen Grip auf der Straße sollten deine Reifenprofile tief genug sein damit du dem Aquaplaning entsprechend entgegenwirken kannst. Saubere Wischblätter sind ebenfalls hilfreich, damit deine Scheibe bei Regen nicht verschmiert. So behältst du auch bei Unwetter den Durchblick und bleibst sicher auf der Straße.

Unterwegs im Camper bei Blitz und Donner

Das Wichtigste vorweg: Die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, ist nach wie vor geringer, als ein 6er im Lotto – also wirklich sehr gering. Du kannst das Risiko auf einen Blitzeinschlag zudem weiter senken, indem du verschiedene Vorsichtsmaßnahmen einhältst, wie beispielsweise bei Gewitter nicht in einem See zu baden. Beim Campen solltest du nicht auf Erhöhungen oder weitem, flachen Gelände parken.

Auch für das Reisen im Wohnmobil kannst du bei Blitz und Donner gewisse Vorkehrungen treffen. Wie zu Hause auch solltest du erstmal alle Fenster, Luken und Türen schließen. Schon allein aus dem Grund, dass es dann nicht reinregnet. Antennen oder Sat-Anlagen solltest du ebenfalls einfahren. Vorzelt oder Markise nicht vergessen! Außerdem solltest du nicht duschen oder abwaschen und deine Kabel vom Landstrom abziehen, um bei einem Blitzeinschlag eine Überspannung zu vermeiden.

Bei Gewitter solltest du es vermeiden, auf Erhöhungen zu parken.

Der Camper als Faradayscher Käfig

Bei einem Gewitter ist der sicherste Ort in deinem Wohnmobil die Fahrerkabine. Wenn du in Physik aufgepasst hast, weißt du, dass die Metall-Karosserie deines Fahrzeugs wie ein Faradayscher Käfig funktioniert. Dein gesamtes Fahrzeug ist sozusagen ein Blitzableiter, der seine Insassen vor der elektrischen Ladung schützt. Eine Aluminiumaußenhaut wirkt auf dieselbe Weise.

Bei einem sogenannten GFK Aufbau der Außenhülle, also einer Kunststoffummantelung der Metall-Karosserie trifft das nicht mehr zu, da der Kunststoff nicht leitet. Bei solchen Wohnmobilen ist darum nahezu immer ein Blitzableiter eingebaut. Möchtest du ganz sicher gehen, frag am besten bei dem Hersteller deines Campers nach.

Lebenswichtig ist hierbei aber, dass du keine Metallteile in deinem Camper berührst. Viele moderne Wohnmobile sind heutzutage überall mit Kunststoff verkleidet, sodass dort keine Gefahr mehr besteht.

Lass dir deine Reise nicht von schlechtem Wetter vermiesen. Nebel und dunkle Wolken geben wunderschön tragische Motive ab.

So, jetzt bist du gegen alle Unwetter gewappnet und kannst dir das faszinierende Naturschauspiel ganz in Ruhe und in der gemütlichen Sicherheit deines Wohnmobils ansehen.